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GreenCanteen Nr. 1
GC 2021-001

MIR I & MIR II VON BOEHRINGER INGELHEIM

Die Restaurants am Standort Ingelheim erfüllen
87 % der GreenCanteen Kriterien

Am 08.07.2021 wurde das erste GreenCanteen Zertifikat bei einem Festakt in Ingelheim verliehen. Boehringer Ingelheim hat im Zertifizierungsprozess gezeigt, dass sie einen besonderen Pioniergedanken verfolgen. Durch weiterführende Optimierungen u. a. der Infrastruktur, zum Beispiel über eine aufwändige Umstellung der Lieferantenstruktur auf regionale Produzenten sowie die Umstellung auf MADE IN GREEN by OEKO-TEX® zertifizierte Arbeitskleidung und die Implementierung von Bewegungsmeldern in den Lagerräumen, konnten zusätzliche Kriterien für mehr Nachhaltigkeit erfüllt werden.

 

Der Optimierungsprozess ermöglichte zudem eine Einsparung von 1.045 km Lieferwegen pro Woche und eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um ca. 10 %. Auch konnte eine Reduktion des Verpackungsabfalls insbesondere im to-go-Bereich durch Einsatz eines Mehrwegsystems ebenso wie im Bereich der allgemeinen Lebensmittelabfälle umgesetzt werden.

Mit der erreichten Bewertung von 87 % GreenCanteen setzt Boehringer Ingelheim einen besonderen Maßstab für die nachhaltige Gastronomie. Insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen in der Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen haben die Verantwortlichen einen herausragenden Willen und Mut zu großen Veränderungen gezeigt.

Auch über die Zertifizierung hinaus arbeitet das Gastronomieteam an weiteren Maßnahmen, um immer umwelt- und ressourcenschonender zu werden.

Frisches Brot

GreenCanteen hat zum Ziel das Thema Nachhaltigkeit in ganz besonderer Art und Weise herauszustellen. Wissen Sie, wir haben nur eine Umwelt, wir haben nur eine Welt und in dieser Welt haben wir alle die Verpflichtung etwas zu tun!

— Valentin Koch

Food-Blogger

"Wir sind mit dem Erreichten sehr zufrieden. Eine wunderbare Leistung des gesamten Teams. Doch unser Ziel ist es, uns stetig weiter zu verbessern“

— Valentin Koch

Größerer Fokus auf Regionalität, Saisonalität und CO2

Durch die Umstellung des 6-Wochenspeiseplans auf einen Speiseplan, der lediglich drei Tage im Voraus arbeitet, konnte eine deutliche Steigerung der Saisonalität erreicht werden. Zudem wurden Reduzierungen im Bereich des Fleischeinsatzes realisiert, die zu einer weiteren Senkung des CO2-Fußabdrucks der Speisen beigetragen haben. Eine allgemeine Untersuchung der Gerichte auf eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks wird zukünftig angestrebt. 

Im Sommer kommt das Gemüse zu 90 % aus der Pfalz (ca. 60 km Entfernung). Das Fleisch wird ebenfalls von einem regionalen Produzenten bezogen Saisonale Produkte (wie z. B. Äpfel, Erdbeeren, Spargel) und Obst werden direkt über regionalen Anbieter in nächster Umgebung bezogen. Auch Pilze werden direkt vom Anbieter vor Ort in Ingelheim bezogen.

Einsparungen bei Technik & Energie

Kühlflächen, die aufgrund der Umstellung der Lieferantenstruktur nicht mehr benötigt werden, wurden zusammengefasst. Dadurch konnten zusätzliche Kühlflächen abgeschaltet werden und Energie eingespart. Weitere Einsparungen werden durch eine Neuintegration von Bewegungsmeldern in den Lager- und Kühlräumen erreicht.

Bereits vor dem Start der Zertifizierung war großes Engagement vorhanden:

"Wir haben in den vergangenen Jahren bereits an vielen Stellschrauben gedreht"

Beispielsweise wird die Milch für die 200 Kaffeevollautomaten in Ingelheim in Mehrweg-Gastronormbehältern bezogen. Damit können jährlich 240.000 Liter Tetrapaks eingespart werden. Das Rapsöl, welches hauptsächlich für die Zubereitung der Speisen verwendet wird, kommt aus einer regionalen Ölmühle und wird eigens für Boehringer Ingelheim in 600-Liter-Kanistern abgefüllt. 

In 2018 wurden sämtliche Einwegplastik-Artikel aus den Mitarbeiterrestaurants verbannt. Dabei wurden z. B. die Einweg-Kaffeebecher durch mit ihrem Namen personalisierte Mehrwegbecher ersetzt. So konnten eine halbe Million Einwegbecher und dazu noch rund 200.000 Plastikdeckel eingespart werden. 2019 wurde der CO2-Wert des Essens ermittelt und sukzessive verringert – so entstand die „Klimatheke“. 

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